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Zusammenfassung:
Die vorliegende Studie wurde konzipiert, um die Hypothese zu überprüfen, dass fieberhafte,
infektiöse Kinderkrankheiten (FIK) assoziiert sind mit einem verringerten
Krebsrisiko im Erwachsenenalter, weil biographische Betrachtungen in der anthroposophischen
Medizin von grosser Bedeutung sind.
Krebspatienten und Kontrollpatienten aus 35
anthroposophisch orientierten Allgemeinpraxen in der Schweiz wurden gepaart
unter Berücksichtigung von Geschlecht, Alter und zuständigem Arzt. Alle
Patienten füllten einen Fragebogen über ihre FIK aus. Wir trugen 442 Fälle
zusammen; davon konnten wir 379 "matched pairs" analysieren. Die Studie
zeigte konsistent ein verringertes Krebsrisiko von Patienten mit FIK in der
Vorgeschichte. Die stärksten Assoziationen wurden gefunden zwischen
Patienten mit einem andern als Brustkrebs und Röteln bzw Windpocken. Eine
starke Assoziation wurde auch gefunden mit der Gesamtzahl durchgemachter FIK
sowohl vom klassischen Typ (Masern, Mumps, Röteln, Keuchhusten, Scharlach und
Varizellen) wie auch sonstige. Keine dieser Assoziationen fand sich bei
Brustkrebspatienten. Unerwarteterweise fanden wir, dass bei Patienten mit FIK
in der Vorgeschichte Krebs signifikant früher im Leben diagnostiziert worden
war als bei denjenigen ohne FIK. Unsere retrospektive Studie zeigte eine
signifikante Assoziation zwischen FIK und dem Risiko, später Krebs zu
entwickeln. Die Anzahl durchgemachter FIK reduzierte das Krebsrisiko, ausser
für Brustkrebs. Der Bezug zur Tumorlokalisation scheint ebenfalls wichtig,
müsste aber mit einer grösseren Studie untersucht werden.
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