arznei-telegramm Berlin
2009;Jg. 40; Nr. 9
Schweinegrippe: alles im Griff?:
...die Krankheit, die Behörden, die Impfung und die Grippemedikamente
Hier die Schlussfolgerungen des Übersichtsartikels
Das Original unter
www.arznei-telegramm.de
mit freundlicher Genehmigung der AT-Redaktion
Anmerkung:
die Schlussfolgerungen können eins zu eins auf die Schweiz übertragen werden. Auch in der Schweiz werden nur Impfstoffe angeboten werden, welche die experimentellen Wirkungsverstärker enthalten. (Auskunft EKIF)
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SCHLUSSFOLGERUNGEN:
- Die so genannte Schweinegrippe verläuft in Deutschland nach wie vor in aller Regel klinisch mild. Im Gegensatz dazu vermitteln Mitteilungen von Behörden und Medien ein bedrohliches Szenario, das eine Massenimpfung erfordere.
- Der in Deutschland zunächst vorgesehene Pandemie-Impfstoff der Firma GlaxoSmithKline, mit dem im ersten Schritt 25 Millionen Bürger geimpft werden sollen, enthält ein Wirkverstärkergemisch, das bislang nicht in handelsüblichen Impfstoffen verwendet wurde. Dies erachten wir als bedenklichen Grossversuch: Solche adjuvantierten Vakzinen werden deutlich schlechter vertragen als konventionelle. Das Risiko seltener schwerer unerwünschter Immunreaktionen ist nicht abgeklärt.
- Die amerikanische Arzneimittelbehörde FDA ist vorsichtiger: In den USA werden jetzt Pandemie-Impfstoffe verwendet, die in bewährter Technologie ohne Wirkverstärker hergestellt werden.
- Ob die adjuvantierte Vakzine auch gegen Mutanten des Schweinegrippevirus wirkt, bleibt offen.
- Wirkverstärkerfreie Pandemie-Impfstoffe wird es in Deutschland nicht geben - auch nicht für Schwangere, für die jegliche Erfahrungen mit der adjuvantierten Vakzine fehlen und die laut offizieller Empfehlung dennoch geimpft werden sollen.
- Die Massenimpfung kostet mindestens 700 Millionen Euro - eine bedenkliche Verschwendung von Ressourcen. (Schweiz ca 1/10el)
- Auf welcher Basis die geplanten Massnahmen entschieden werden, bleibt intransparent. Strategien, die helfen könnten, Schaden abzuwenden, werden nicht eingeschlagen, so etwa eine institutionalisierte externe und öffentliche Kontrolle sowie im Voraus festgelegte regelmässige überprüfungen der vorgesehenen Massnahmen auf Angemessenheit und Notwendigkeit, damit diese gegebenenfalls zeitnah nachjustiert oder sogar abgebrochen werden können.
- Verharmlosende Stellungnahmen der Zulassungsbehörde zu den potenziellen Risiken der Pandemie-Impfstoffe lassen eine neutrale Bewertung von Nutzen und Schaden vermissen. Dies erinnert daran, dass die Zulassung von Arzneimitteln und die Nachmarktkontrolle durch voneinander unabhängige Behörden durchgeführt werden sollten (vgl. a-t 2007; 38: 17).
- Angesichts des bislang milden Verlaufs der Schweinegrippe und der offenen Fragen zur Sicherheit der Pandemie-Vakzinen raten wir beim derzeitigen Stand des Wissens von der vorgesehenen Massenimpfung ab.
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